Verein “Rettet die Weißstörche” mit Saison zufrieden / Vorstand bestätigt
Jürgen Striet bleibt 1. Vorsitzender des Aktionskomitees “Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke”.
Im Verlauf der gut besuchten Mitgliederversammlung im restaurierten Fachwerkgebäude “Windheim No. 2″ in Petershagen wurde er in seinem Führungsamt einstimmig bestätigt.
Weiterhin zu seinem Team gehören stellvertretender Vorsitzender Friedrich Schepsmeier und Schatzmeister Lothar Meckling. Dazu kommen die Vorstandsmitglieder Dr. Alfons Bense, Hermann Böhne, Stefan Bulk, Dr. Gerhard Franke, Dieter Kaiser, Dr. Albrecht von Lochow, Erwin Mattegiet, Jutta Niemann, Heinrich Rötger, Ekkehardt Stauss und Prof. Dr. Johannes Weinig.
Ein Thema war die Storchensaison 2012, die bisher sehr gut verläuft. Im Kreis haben sich 38 Paare eingefunden, vier mehr als im Vergleichsjahr 2011. In 37 Storchennestern werde gebrütet. Die ersten Jungstörche seien bereits geschlüpft. “Erfreulich ist, dass die Störche den Altkreis Lübbecke als Lebensraum wieder entdecken”, sagte Striet. Nach Gehlenbeck, Nettelstedt und Frotheim in den vergangenen Jahren kommen nun auch Rahden, Pr. Oldendorf und Hüllhorst dazu.
Auch am Weserbogen werde wieder gebrütet. Die beiden Mindener Storchennester in Stemmer und Rodenbeck seien ebenfalls besetzt, und: Beim Erfolg oder Misserfolg einer Storchensaison komme es letztlich auf die Zahl der Jungstörche an. Im Jahr 2011 seien 66 Jungtiere ausgeflogen, sechs mehr als 2010. “Wichtig ist es, Anstrengungen zu unternehmen, um den Störchen den verbliebenen Lebensraum zu erhalten und nach Möglichkeit zu optimieren”, sagte Striet.
Zudem ging er auf die Verwaltung der 450 Hektar Stiftungsflächen ein. Für das Flächenmanagement und die Betreuung des Areals dankte Striet dem Verein Biologische Station und der Unteren Landschaftsbehörde. Nahezu 100 Prozent der Flächen seien an Landwirte zur Wiesen- und Weidenutzung verpachtet. Eine wertvolle Unterstützung biete hierbei das Kulturlandschaftsprogramm, finanziert von Land und Kreis.
Neben der Weseraue und den Bastauwiesen sei das Naturschutzgebiet Rauhe Horst, nordwestlich von Lübbecke gelegen, der dritte gebietsmäßige Schwerpunkt, in dem sich das Aktionskomitee mit Flächenankäufen und Optimierungsmaßnahmen engagiere. “Die NRW-Stiftung hat hierfür einen Gesamtbetrag von bisher 600 000 Euro zur Verfügung gestellt. Für Landankäufe in einem Umfang von 14,75 Hektar wurden im vergangenen Jahr rund 213 000 Euro investiert.”
Ihren Ruf als Storchenhauptstadt in NRW hat Petershagen mit 15 brütenden Paaren bestätigt. Aktuell gibt es im Kreisgebiet 123 Nisthilfen. “Wir wollen die Störche als Wildtiere erhalten und nicht durchfüttern”, betonte Bense. Eine tolle Sache sei die neue Nisthilfe in Frille. Dort habe sich eine Arbeitsgruppe gebildet, um verschiedene Maßnahmen durchzuführen.
Guido Diethelm präsentierte in der Versammlung eine neue Internetkarte mit Darstellung der Storchenhorste. Text und Bilder sollen spätestens Ende Juni im Netz stehen.